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Artikel: Lesebrille am Bildschirm: Was wirklich hilft

Lesebrille am Bildschirm: Was wirklich hilft

Wer ab 40 eine Lesebrille trägt, kennt das Problem: Am Schreibtisch sitzt man vor dem Bildschirm, setzt die Lesebrille auf – und irgendwas stimmt nicht. Der Text ist entweder zu klein oder man muss den Kopf in eine merkwürdige Position bringen, um scharf zu sehen. Was steckt dahinter, und wie lässt es sich lösen?

Warum die Lesebrille am Bildschirm nicht optimal ist

Eine Lesebrille ist auf einen Leseabstand von etwa 30 bis 40 cm optimiert – das entspricht dem Abstand zum Buch oder zur Zeitung. Ein Computermonitor steht in der Regel deutlich weiter entfernt: typischerweise 50 bis 80 cm vom Auge.

Das bedeutet: Mit einer normalen Lesebrille vor dem Bildschirm sieht man entweder unscharf, oder man rückt so nah an den Monitor heran, dass Haltung und Nacken leiden. Weder das eine noch das andere ist eine gute Lösung – besonders nicht bei mehreren Stunden Bildschirmarbeit täglich.

Lesebrille, Computerbrille, Blaulichtfilter – was ist was?

Rund um das Thema Brille und Bildschirm kursieren verschiedene Begriffe, die leicht durcheinandergebracht werden:

Lesebrille: Einstärkenbrille für den Nahbereich (30–40 cm). Ideal für Buch, Zeitung, Smartphone – nicht optimal für den Bildschirm.

Computerbrille / Bildschirmbrille / Arbeitsplatzbrille: Speziell auf den Bildschirmabstand von 50–80 cm abgestimmte Brille. Deckt Nah- und Zwischenbereich ab, aber keine Fernsicht. Wer eine solche Brille trägt, sieht damit in der Ferne unscharf – sie ist rein für den Arbeitsplatz gedacht.

Blaulichtfilter-Brille: Eine Brille mit spezieller Beschichtung, die kurzwelliges blaues Licht von Bildschirmen herausfiltert. Sie kann sowohl als Lesebrille, Computerbrille als auch ohne Sehstärke getragen werden. Der Filter reduziert die Augenbelastung und kann den Schlaf unterstützen – scharfes Sehen ersetzt er jedoch nicht.

Kann man eine Lesebrille mit Blaulichtfilter kombinieren?

Ja – und das ist für viele eine praktische Lösung. Eine Lesebrille mit Blaulichtfilter-Beschichtung schützt die Augen vor der Bildschirmstrahlung, ohne dass man zwei verschiedene Brillen braucht. Sie ist keine perfekte Lösung für den Bildschirmabstand, hilft aber spürbar bei längerer Bildschirmarbeit.

Wer viel am Computer arbeitet und dabei hauptsächlich im Nahbereich liest – also den Monitor nah am Tisch hat – kommt mit einer solchen Kombination oft gut zurecht.

Die 20-20-20-Regel: Einfache Entlastung für die Augen

Unabhängig davon, welche Brille man trägt: Die Augen brauchen bei Bildschirmarbeit regelmäßige Pausen. Die sogenannte 20-20-20-Regel hilft dabei:

  • Alle 20 Minuten eine kurze Pause einlegen
  • Für 20 Sekunden auf einen Punkt schauen
  • der mindestens 20 Fuß (ca. 6 Meter) entfernt ist

Damit entspannen sich die Augenmuskeln, die beim Nahsehen dauerhaft angespannt sind. Es klingt simpel – wirkt aber zuverlässig gegen müde, brennende Augen am Abend.

Die richtige Bildschirmposition macht den Unterschied

Neben der Brille spielt die Monitorposition eine unterschätzte Rolle. Empfehlungen von Ergonomie-Experten:

  • Monitor in 50–80 cm Abstand zum Auge
  • Oberkante des Bildschirms auf oder leicht unter Augenhöhe
  • Bildschirm leicht nach hinten geneigt (10–15°)
  • Keine direkte Lichtquelle hinter oder vor dem Bildschirm

Wer diese Punkte beachtet, reduziert die Augenbelastung deutlich – auch ohne spezielle Bildschirmbrille.

Wann lohnt sich eine separate Arbeitsplatzbrille?

Eine dedizierte Arbeitsplatz- oder Computerbrille ist sinnvoll, wenn:

  • man täglich mehrere Stunden vor dem Bildschirm verbringt
  • die normale Lesebrille am Monitor zu Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder verschwommenem Sehen führt
  • man keinen Bedarf für Fernsicht am Arbeitsplatz hat

Die Kosten für eine Bildschirmarbeitsplatzbrille können unter bestimmten Voraussetzungen vom Arbeitgeber übernommen werden – das regelt die Bildschirmarbeitsverordnung. Bei regelmäßiger Bildschirmarbeit und nachgewiesenem Sehbedarf ist ein ärztlich verordnete Computerbrille vom Arbeitgeber zu finanzieren.

Fazit: Das Wichtigste im Überblick

Eine normale Lesebrille ist für den Bildschirm nicht ideal – der Abstand stimmt schlicht nicht. Wer viel am Computer arbeitet, sollte entweder eine Arbeitsplatzbrille in Betracht ziehen oder zumindest auf die richtige Monitorposition achten. Eine Lesebrille mit Blaulichtfilter ist ein guter Kompromiss für alle, die nicht zwei Brillen tragen möchten.

Regelmäßige Pausen, ein gut positionierter Bildschirm und eine Brille, die wirklich zum Sehbedarf passt – damit lassen sich die meisten Beschwerden bei Bildschirmarbeit deutlich reduzieren.

I NEED YOU bietet Lesebrillen in verschiedenen Stärken und Ausführungen – darunter auch Modelle, die sich durch leichtes Gewicht und langen Tragekomfort für den Alltag am Schreibtisch eignen.


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